•                                        Wenn du frei sein willst    tanze
                                           Wenn du sein willst     tanze
                                           Wenn du willst    tanze

    Tanz ist Heilung

                       Tanz ist Heilung durch Selbstausdruck und Integration


    Carola arbeitet mit verschiedenen Gruppen jeweils mit verschiedenen Behinderung getreu ihrer Überzeugung. 'denn in jedem Menschen steckt ein Tänzer 'und ' den Tanz dorthin bringen wo er noch    nicht ist'.
























    In ihren Gruppen- Projekten nehmen Menschen Teil mit jeder Art von physischen Behinderungen,Menschen die an Down Syndrom oder Schizophrenie leiden, Rollstuhl-Benützer und geistig Behinderte.Für jede Gruppe erarbeitet sie einen individueller Ansatz,um die Teilnehmer ihre Behinderung vergessen zu machen und ihre natürliche Spontaneität zu aktivieren. Zusammenarbeit mit anderen Künstlern z. B. RAKU works.

    mit ehemals drogensüchtigen Jugendlichen



    'Denn ich habe euer Joch zerbrochen‘ Tanzprojekt mit ehemals drogensüchtigen Jugendlichen des Therapiezentrums OASIS, Odessa.Ein Projekt das sie initiierte, mit den Jugendlichen zusammen choreographierte und über 2 Jahre betreute,bis zur seiner Tournee nach Deutschland mit Aufführungen und Drogen Preventions Programmen in Schulen in München und Regensburg, der Schwesterstadt Odessas.

    Das Projekt wurde  gefördert vom Goethe Institut Kiew,von der Interfilmakademie München, von ‘Hoffnung für Osteuropa‘ (Brot für die Welt),von der GTZ (Gesellschaft für technische Zusammenarbeit) von der Bayerischen Staatskanzlei, dem Bayerischen Gesundheitsministerium. Es wurde empfohlen von der deutschen Botschaft in Kiew und dem ukrainischen  Ministerium für Familie und Sport. www.interfilm-akademie.de

    DER WEG IST DAS ZIEL - ABER DAS ZIEL IST AUCH DAS ZIEL


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    In der Arbeit mit Amateuren,geht es einmal um das Endprodukt - es soll eine Auführung entstehen,die die Zuschauer nicht von den Stühlen treibt - und zum anderen um den Weg dorthin.Hier war der Weg das Wichtigste: denn wir haben es nicht nur mit Amateuren, sondern mit ehemals Drogensüchtigen zu tun,also Menschen die sich in der Regel auszeichnen durch geringes Selbstvertrauen,mangelnde Bereitschaft zum Mitmachen,
    negatives Körpergefühl,gelähmtes Reaktionsvermögen,Isolationsempfinden,ewige Langeweile und eine passive,negative Grundhaltung zu allem. Der bewusst lange Prozess der Vorbereitung sollte konstruktive und positive Teile ihrer Persönlichkeit freilegen,er sollte vor allem Veränderungen bewirken,die über das Projekt hinaus bestehen bleiben würden.Er sollte ein Erlebnis werden, das niemand später den Teilnehmern wegnehmen konnte,das im Grenzfall,in Zeiten der Krise,wie eine Batterie weiterhin Selbstvertrauen und Kraft geben würde.Er sollte heilen und befreien.

    ‘Und wir sollen den Tanz selber erfinden. Wie denn?’ ‘Weiß ich nicht’

    Der Weg musste so gestaltet werden, dass er spielerisch und zufällig ihren eigenen ‘Wegen’ als Gegenmodel dienen konnte: dass er Schwieigkeiten nicht auswich, sondern überwand, dass er betretene Pfade vermied und sich dennoch nicht verlor, dass er immer wieder ins Ubekannte hinein stieß, um die Angst davor zu nehmen und damit Vertrauen in sich und den anderen zu generieren. Und das Wichtigste: er sollte ihr Werk sein und nicht das des Leiters. Denn wie würden sie sich vollkommen mit dem Endergebnis identifizieren und von seiner Energie zehren können,wenn es nicht ihr eigenes war? Ich musste also meinen Anteil so unsichtbar wie möglich gestalten,mit allen erdenklichen Mitteln das kreative Material in ihnen in Bewegung bringen.An erster Stelle daher die Bemühung, eine Athmosphere herzustellen, die ihrem Selbstausdruck hilfreich sein könnte: es ging um Leichtigkeit, um Lebensfreude - ihre Neugierde sollte angeregt,ihre Scheu vor andren,vor Neuem vor sich selber, sollte aufgelöst werden.Es ging um Lachen,um Spass,um Geborgenheit. Es ging um Wohlbefinden gepaart mit einer Art verfeinerten Trunkenheit, die ihre inneren Wände auföste und gleichzeitig ihre Wahrnehmng steigerte.Es ging um eine innere Lebendigkeit, eine natürliche Begeisterung,die sie mutig machte - vollkommen unchemisch hersgestellt.


    Vertieftsein in gemeinsames Tun

    Im Idealfall war erwünschenswert,dass sie irgendwann im Verlauf des Projektes,ja so oft wie möglich, eine seelische Befreidigung finden würden, die sie vorher in einer falschen Richtung gesucht hatten. Und sie sollten, ihnen selbst beweisbar und nachvollziehbar, aktive Mitgestalter davon gewesen sein.Aber obwohl dies eine ungewöhnliche Ausgangspoition für ein Tanztheater war und wir es mit Nicht Profis zu tun hatten - in diesem Fall vielleicht gerade deswegen - sollte das Endprodukt möglichst viele professionelle Qualitäten haben: körperliche und emotionelle Ausdruckskraft, gut ausgearbeitete Dynamik,zügige Übergänge, entwickelte loigsche Zusammenhänge von Inhalt und Bewegung, harmonisches Zusammnwirken aller esthetischen Mittel,Klarheit der Choreographie. Das alles waren Ansprüche, die ich an unsere gemeinsame Arbeit stellte, denn je professioneller und überzeugender das Endergebnis war, desto mehr konnte es auf seine Urheber zurückwirken,so mehr konnte es auch vorgefasste Meinungen im Publikum verändern helfen. In diesem Sinne waren auch die Musiker, die Kostümbildnerin, der Beleuschtungsdesigner alle Profis. Es sollte in keinem Aspekt eine halbe Sache werden.


    Womit wir bei dem zentralen Anliegen einer kollektiven kreativen Arbeit wären: diesem Zustand allgemeiner Offenheit wo sich jeder einzelne wahrnimmt aber nicht eingeklemmt in seinem Bewusstsein verharrt,wo eine allgemeine Spannung und Neugierde herrscht, die zum Teilnehmen animiert,wo ein physiches sowie seelisches Wohlbefinden herrscht, die Grundvorrausetzungen spontanen Mitwirkens.Wie sie herstellen: der physische Ort sollte angenehm sein,estethisch ansprechend.Es muss ein Ort sein an dem man verweilen möchte, von dem man nicht wegstrebt. Neben dem esthetischen Wohlsein muss es ein menschlich positiver Ort sein, wo es einem gut geht und man sich nicht langweilt.Man kann als Gruppenleiter ganz unaufällig die Tradition des spontanen Applauses und zustimmender Reaktionen einführen,sodass Beiträge einzelner generell ganz natürlich von allen positiv aufgenommen werden und der Mut,selbige zu liefern,immerzu steigt.Es kommt ein Punkt wo man nicht auf die Nase fallen kann, wo das Risiko der Selbstöffnung keines mehr ist, weil sich ein Klima allgemeiner Anteilnahme etabliert hat, wo sich anfänglich kritisiche Ablehnung und herablassende Reaktionen - oft aus dem Gefühl eigener Unbeholfenheit geboren - in eine allgemeine Freude am Zusammensein verwandelt hat. Und je witziger man sein kann, je mehr gelacht wird,desto besser.Eine gute Stimmung – mit immer welchen Mitteln erzeugt - ist das A und O für kollektive Kreativität.Dabei ist gute Stimmung nur ein Ausgangspunkt, nicht das Ziel an sich.


    Es geht ja nicht um Beschäftigung per se.Was man eigentlich bezweckt ist die innere immer ungeteiltere Beteiligung.Aber die stellt sich anfänglich nicht unbedingt sofort ein.Zunächst muss man Passivität und schnell aufkommende Langeweile umgehen.Das beste Mittel gegen Langeweile im Anfangsstadium ist das Neue,die Überraschung - eine Erwartung, die zu Beginn vom Gruppenleiter befriedigt wird,indem er die Sessions vorbereitet und seinen Mörser mit Ideen für den richtigen Moment bereit hält.Sehr bald aber geht die Aufgabe der Erneuerung auf alle über.So kann es zu Beginn für den Gruppenleiter sehr ermüdend sein: seine neuen Ideen verbrauchen sich sehr schnell,da im allgemeinen Klima noch wenig Eingeninitiative zu finden sind.Schon nach ein paar Sessions verlagert sich die Balance,jeder neue Impuls hält die Gruppe länger interessiert, sie schlucken nicht nur,sie beginnen Eigenes einzwerfen. Bald beginnt jede Session mit einer allgmeinen Vorfreude...’mal sehen was wir heute wieder auskochen!’



     

     

     
         link zu Inklusions Projekt 'München tanzt mit Odessa'